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Agiles Arbeiten
Agiles Arbeiten
Agiles Arbeiten soll Entscheidungsprozesse beschleunigen und Innovationen fördern – wichtige Voraussetzungen, um in der stetig komplexen und schneller werdenden Umwelt mithalten zu können. Aber wie arbeitet man agil?

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V verleiht jährlich in Zusammenarbeit mit der SCHICKLER Unternehmensberatung den NOVA Innovation Award - der Preis für außergewöhnliche, kreative und nachhaltige Innovationen in der Zeitungsbranche. Erfahren Sie anhand von drei Best-Practice Beispielen, wie die Award-Bewerber/-innen agil arbeiten. Vielleicht ist auch für Sie etwas dabei?!

Das Reichweitenportal inFranken.de wird 2008 als Angebot der Mediengruppe Oberfranken ins Leben gerufen. New Work war damals noch nicht das omnipräsente Buzz-Word von heute – viele Ansätze aber bereits bekannt. DIE Chance also, das eigene Arbeiten neu zu definieren!

Heute ist inFranken.de mit 7,6 Millionen erreichten Nutzern im Monat eine der reichweitenstärksten regionalen Nachrichtenseiten Deutschlands. Im Gespräch mit der SCHICKLER Unternehmensberatung erklärt Geschäftsführer Gero Schmitt-Sausen das Erfolgsrezept: „Wir stellen die Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Das Vertrauen in die fachliche Kompetenz und die Selbstorganisation jedes Einzelnen stehen bei uns über Command-and-Control-Prinzipien“ führt er aus. Die Mitarbeiter arbeiten eigenverantwortlich. „Jeder überlegt genau, wie die zur Verfügung stehende Zeit am besten genutzt wird“.

Ein wichtiger Enabler für die Arbeit in Eigenverantwortung ist der Fokus auf gemeinsame, übergreifende Ziele. Das gelingt, indem inFranken.de das Rahmenwerk durch die Ausrichtung an Objectives and Key Results (kurz: OKR) schafft. OKR ist eine moderne Managementmethode zur Förderung von Agilität im eigenen Unternehmen. Zu Jahresbeginn werden Ziele („Objectives“) festgelegt. Der Zielerreichungsfortschritt wird mit Hilfe von Dashboards transparent. Mitarbeiter können kontinuierlich den eigenen Fortschritt einsehen und sicherstellen, dass die eigenverantwortliche Arbeit einen Beitrag zur Vision und Unternehmensstrategie liefert.

Motivierte Mitarbeiter sind für den Erfolg dieser Herangehensweise entscheidend. Aus diesem Grund findet bei inFranken.de monatlich eine anonyme Mitarbeiterbefragung statt – ein Frühindikator für Probleme. Diesen Ansatz verfolgen wir auch bei SCHICKLER. Die Befragung liefert uns wertvolle Aussagen über das Stimmungsbild und die Auslastung der SCHICKLER-Berater. Möchten Sie mehr über aktuelle New Work Themen und Ansätze erfahren? Dann nehmen Sie direkt Kontakt zu Hendrik Langen auf (H.Langen@schickler.de; Tel.: 0178 3866533).

“One size fits all” – ein hochpreisiges Abo für alle digitalen Produkte. Mit diesem Ansatz verkaufte die Süddeutsche Zeitung ihr Digital-Abo seit 2015. Produkt und Paywall überzeugte viele Nutzer, der hohe Preis hielt aber auch zahlreiche Leser ab. Aus diesem Grund entschloss man sich 2019 mit einer neuen, flexibleren Angebotsstruktur preissensitive Zielgruppen zu erschließen. „Es soll für jeden Nutzer der digitalen SZ-Produkte ein Abo geben, das möglichst gut zu seinen Nutzungsgewohnheiten passt und das gleichzeitig für uns möglichst werthaltig ist“, erläutert Janina Reimann von der Süddeutschen Zeitung.

Das Projekt gelingt. Das neue Paid-Content Angebot „SZ Plus“ besteht aus einem dreistufigen Abo-Angebot (Basis, Wochenende, Komplett). Die Angebots-Ausspielung an der Paywall erfolgt auf Basis eines selbst entwickelten Machine-Learning-Algorithmus: Dem Nutzer wird anhand von Daten das passende Abo empfohlen. Das erhöht die Kaufwahrscheinlichkeit. „Unsere Ziele haben wir ein Jahr nach Kick-off des Projekts und ein halbes Jahr nach Markteinführung alle erreicht“. Die Wachstumsraten sind im Komplett-Abo stabil und in den neuen Angeboten stark steigend. Die Zahl der verkauften SZ Plus-Abonnements hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt.

Der Weg dahin ist eine Blaupause für agiles Arbeiten in der Medienbranche. Das agile Projektmanagement basierte auf einer interdisziplinären und konzernübergreifenden Projektgruppe. Darunter agieren die Teams der einzelnen Bereiche autonom – meistens in 2-wöchigen Sprints. Über die Fortschritte stimmt sich das übergreifende Projektteam wöchentlich in „Status-Meetings“ ab. Man möchte schnell auf Probleme reagieren können. Das ist wichtig, da man von Anfang an mit inkrementellen Umsetzungspaketen an den Markt geht und diese testet. Bereits während der Projektumsetzung realisieren sich so monetäre Rückflüsse.

Sie möchten mehr über die Anwendung agiler Arbeitsmethoden zur Steigerung der Erfolgswahrscheinlichkeit von umfangreichen Projekten erfahren? Nehmen Sie direkt Kontakt zu Alexander Kahlmann auf (A.Kahlmann@schickler.de; Tel.: 0178 3866540).

15.000 digitale Abos. Dieses ambitionierte Ziel ruft der Geschäftsführer der Zeitungsgruppe Ostfriesland (kurz: ZGO) Mitte 2019 aus. Die bisherige Paid-Content Strategie konnte zwar einen hohen Traffic generieren, aber nur eine sehr geringe Conversionrate. Es muss sich etwas ändern!

Das Projekt „Rapid Data Driven“ startet Mitte 2019. 6 Monate nach Projektbeginn sind erste Erfolge sichtbar. Daten-Dashboards offenbaren jetzt, wie sich die Leser durch das Angebot der Zeitungsgruppe Ostfriesland bewegen – z.B. welche Artikel in Abonnenten konvertieren. Die Abo-Modelle werden angepasst – orientiert an den neuen Kennzahlen. Nach einem Jahr hat sich die Zahl der Online Abonnenten bereits verdreifacht. Die ZGO hat nun ein neues Paid-Content Produktportfolio; und eine eigene Planstelle für einen Daten Analysten, der das Projekt fortan betreuen wird.

Der Weg dahin? Das Ziel ist durch den Geschäftsführer vorgegeben – die Einzelschritte nicht. Stattdessen verfolgt man einen agilen Ansatz – orientiert am „Output“. Ein agiles Projektteam (klein, hochkarätig und interdisziplinär besetzt aber ohne feste Rollen) bearbeitet Arbeitspakete in Sprints. Der entscheidende Faktor: Kundenorientierung – sowohl durch das neue Wissen aus Kundendaten, aber auch durch das Projektvorgehen. „Wir werden die agile Arbeitsweise weiter nutzen und uns in diese Richtung entwickeln.“ fasst Herr Thiemann, Projektleiter bei der ZGO, im Gespräch mit SCHICKLER zusammen. „Es fehlt die Zeit für das klassische Vorgehen und die Kundenorientierung ist im agilen Ansatz viel mehr gegeben“.

Sie möchten mehr erfahren? Nehmen Sie direkt Kontakt zu Rolf-Dieter Lafrenz auf (R-D.Lafrenz@schickler.de; Tel.: 0178 3866521).