CEO-Studie: Verlagsstrukturen der Zukunft
"In den kommenden Jahren ist eine deutliche Zunahme an Fusionen und sehr engen Kooperationen - über einen weiten Teil der Wertschöpfungskette - sowohl innerhalb von Verlagsgruppen als auch zwischen unabhängigen Verlagen zu erwarten", so Alexander Kahlmann, Geschäftsführer der SCHICKER Unternehmensberatung, zu den Ergebnissen der gerade veröffentlichten Studie.In einer großangelegten Studie hat die SCHICKLER Unternehmensberatung ein Bild über die Erwartungshaltung der Branche generiert. Die Ergebnisse geben wertvolle Einschätzungen der führenden Köpfe in der Branche zu aktuellen Fragestellungen, u.a. die Auswirkungen der Krise, künftige Entwicklung von Bereichsaktivitäten und zukunftsweisende Trends für Verlagsorganisationen.
200 Verleger, Vorstände und Geschäftsführer von Tageszeitungs- und Zeitschriftenverlagen wurden eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Mit einer hohen Rücklaufquote von über 30% konnten repräsentative Erkenntnisse erzielt werden.
Ausgewählte Ergebnisse im Fokus:
Die Verlagshäuser müssen in Zukunft mit deutlich geringeren Rendite auskommen. Fast 70% der Verlagsmanger rechnen auch nach Ende der Wirtschaftskrise mit Umsatzrenditen, die meist zweistellig unter denen des Vorkrisen-Jahres 2007 liegen. Nur 10 Prozent gehen von steigenden Renditen aus, ein Fünftel hofft auf stabile Werte.
Derweil winken auf der Kostenseite kaum Entlastungen. In keinem Bereich sehen die Verlage mehr als 18% Einsparungspotenzial - die Zeitungsmanager vor allem in der Redaktion und bei der Herstellung, die Zeitschriftenchefs zudem in der Verwaltung und im Marketing.
In drei Jahren werden nach Schätzung der befragten Verlagsmanager 20% der Umsätze aus Paid Content stammen. Und zwar zu 46% aus digitalen Geschäftsmodellen, zu einem Drittel aus Dienstleistungen und zu 13% aus Events. Im digitalen Business wiederum ruhen die größte Hoffnungen auf der Vermarkung journalistischer Inhalte sowie auf Transaktionserlösen.
In der Horizont-Ausgabe 50/2009 vom 10. Dezember 2009 finden Sie weitere Ergebnisse und mehr Informationen zu der Studie Verlagsstrukturen der Zukunft