SCHICKLER Fluktuationsstudie: Ein Jahr nach Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise: Wie sicher sind die Führungsjobs in den Medien?

Bereits zum 2. Mal untersuchte die SCHICKLER Personalberatung die Fluktuation in der deutschen Medienlandschaft. Die Fluktuationen in Zeitungs-, Zeitschriften- und Fachverlagen sowie in Online-Unternehmen, TV- und Radiosendern werden bereits seit über 2 Jahren erhoben. SCHICKLER analysiert die Fluktuation sowohl insgesamt, als auch gegliedert nach Mediengattungen, Hierarchieebenen und Aufgabenbereichen. Für die vorliegende Studie wurden über 1000 Wechsel in den einzelnen Mediengattungen berücksichtigt. Es werden die erfassten Neubesetzungen aus den Zeiträumen Oktober 2007 - September 2008 und Oktober 2008 - September 2009 gegenübergestellt und verglichen.

 

Einige ausgewählte Ergebnisse im Fokus:

Die Positionswechsel steigen in der Krise deutlich an: Im Vergleich zu den 12 Monaten vor Ausbruch der Krise ist seit Oktober 2008 eine deutliche Zunahme der Fluktuation von im Schnitt +23% zu erkennen. Diese Entwicklung betrifft alle vier untersuchten Mediengattungen sowie fast alle Hierarchieebenen und Aufgabenfelder.
Die Zeitungen reagieren stärker denn je auf die Krise: Im Vergleich der Mediengattungen ragen die Zeitungen mit einem Anstieg der Fluktuation um +46%, v.a. in den marktnahen Aufgabenfeldern, deutlich heraus. Die Zeitungen scheinen damit auffallend stark auf die Krise zu reagieren, gefolgt von TV (+30%), Radio (+28%) und Zeitschriften (+7%).
Abteilungsleiter und Top-Manager werden verschärft ausgewechselt: Der Blick auf die Hierarchieebenen zeigt einen Anstieg der Wechsel vor allem auf der Ebene der operativ geprägten Abteilungsleitungen mit +165%, gefolgt vom Top-Management mit +20%. Mit einer verringerten Fluktuation von -15% bleiben leitende Spezialfunktionen dagegen länger besetzt.
Die stärkste Zunahme der Wechsel betrifft die marktnahen Aufgabenfelder: Bei den einzelnen Aufgabenfeldern sind die marktnahen Bereiche besonders von der gestiegenen Fluktuation betroffen (zwischen +32% und +106%). Aber auch die Bereiche für die redaktionelle/programmatische Erstellung der Angebote reagieren mit +29% verstärkt auf die Krise.
Die Wechsel erfolgen nach wie vor zu fast zwei Drittel intern und zu mehr als einem Drittel extern: Das Verhältnis zwischen interner und externer Nachbesetzung bleibt im Krisenjahr mit einem Verhältnis von 62% intern zu 38% extern im Vergleich zu den 12 Monaten vor der Krise nahezu stabil.
Die Spitzenkräfte der Medien scheinen stärker von der Krise getroffen zu werden als die anderer Branchen: Der Blick an die Spitze der privat geführten Top30-Medienunternehmen zeigt, dass im Vergleich zu den DAX30-Vorständen die Fluktuation zwischen 2000 und 2009 zwar insgesamt geringer ausfällt. Doch seit 2008 ist der Anteil der neu ins Amt getretenen Geschäftsführer resp. Vorstände in den Top30-Medienunternehmen jedoch um +11%-Punkte höher als in den DAX30-Unternehmen.


Die SCHICKLER Personalberatung GmbH mit Sitz in Hamburg und München gilt als Spezialist für die Besetzung von Führungspositionen in der Medienbranche und hat in über 25 Jahren ein umfassendes Wissen über die deutsche Medienlandschaft aufgebaut.


Zurück zur Gesamtübersicht Studien
Kontakt
Bei Rückfragen kontaktieren Sie gerne:

Julia Schormann

Tel. 040/376650-0

Email: j.schormann@schickler.de
Veröffentlichungen
Weitere News & Veröffentlichungen von SCHICKLER finden Sie hier
Presse
Der Mediendienst Kress veröffentlichte einen Artikel exklusiv zu der SCHICKLER Fluktuationsstudie.

zum Artikel

Facebook