Blitzumfrage: IT-Kostensenkung

Aktuell stehen im Rahmen der Jahresplanung 2010 bei vielen Unternehmen die IT-Budgets wieder zur Überprüfung an. Meist wird eine erneute signifikante Senkung des Budgets erwartet. Über die Hälfte der bei einer Blitzumfrage der SCHICKLER Unternehmensberatung im Juli 2009 befragten CIOs geht von erneuten Kostensenkungen zwischen 10% und 15% aus.

Dabei lassen sich die ohnehin schon optimierten IT-Budgets vielfach nicht mehr ohne einen Verzicht auf Leistungen senken. Das bestätigen 60% der Befragten. Unter diesen Rahmenbedingungen die IT-Budgets zu verhandeln, ist nicht leicht: der Druck der Kostensenkung wird sehr oft allein beim IT-Chef verankert, obwohl 80% der befragten CIOs eine Mitverantwortung der Businesspartner in der Konzeptphase für wichtig, teilweise sogar für erfolgskritisch halten. Alle Beteiligten konstruktiv an einen Tisch zu bringen ist aufwendig und gelingt nur, wenn Business und IT Hand in Hand arbeiten. Oft kommt es zu Kontroversen und Rechtfertigungsschlachten.

Im Sinne einer echten Mitverantwortung, z.B. im Rahmen einer modernen IT-Governance müssen die Fachbereiche einen Teil der notwendigen Entscheidungen mittragen. So haben alle an der Blitzumfrage beteiligten CIOs bestätigt, dass sie die Mitverantwortung des Business für die Umsetzung der Maßnahmen als notwendig ansehen, um folgende Ergebnisse zu erreichen:

  • Erhöhung der Geschwindigkeit im Budgetprozess
  • Maximierung der Einsparungsergebnisse
  • Vermeidung von Frustrationseffekten
  • Klarheit in der Umsetzungsverantwortung
  • Einklang von Business und IT


Denn nur die Fachbereiche können fundiert entscheiden, welchen Beitrag ein IT-Service leistet, welche Service Levels wirklich erforderlich sind und auf welche IT-Leistungen verzichtet werden kann, ohne das Geschäft zu beeinträchtigen.

Ordnet man so einen Teil der Einsparungsziele im IT-Budget den Fachbereichen zu oder verlagert man die Initiative ganz auf die Businessseite, werden die einzelnen Positionen überschaubar und lassen sich handhaben. Da der Handlungsbedarf zunächst im Business liegt, entfällt der Streit zwischen Business und IT.

Die IT wiederum arbeitet eng mit dem Business zusammen: sie nimmt die Anpassungen bei Applikationen und Services auf, konsolidiert die Infrastruktur sowie die eigenen und fremdbezogenen Service-Leistungen. Der CIO führt alle Einsparungsmaßnahmen zu einem schlüssigen Gesamtkonzept und -budget zusammen. So greifen die gängigen Ansätze der Kostensenkung (Vertragsoptimierung, Prozessverbesserungen, Anpassung der Organisation, etc.) direkt und schnell und werden ergänzt durch Maßnahmen der IT, die aus den Bereichen Infrastrukturkonsolidierung und Portfolio-Steuerung kommen.

Diese Lösungsansätze, werden durch IT- und Businessverantwortliche bestätigt. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Ansatz, die Fachabteilungen in die Diskussion einzubeziehen und auch Entscheidungen in Ihre Verantwortung zu übergeben zu einem regen Austausch und wesentlich geringeren Reibungsverlusten führt sowie ein schnellerer Umsetzungserfolg erzielt wird“, so Michael Zaddach, Leiter des IT-Servicebereichs des Flughafens München.


Unter Computerwoche.de ist ein Artikel zum diesem Thema IT-Kostensenkung erschienen.


Zurück zur Gesamtübersicht Studien
Kontakt
Wollen Sie mehr zu einzelnen Studien erfahren, sprechen Sie uns gerne an. Kontakt