Studie IT-Governance: Wohin entwickelt sich die IT-Governance in Unternehmen?

IT-Governance ist zurzeit ein bedeutsames, viel diskutiertes Thema in den führenden Fachpublikationen. Bis  heute existieren unterschiedlichste Meinungen zum Nutzwert und damit auch zur Akzeptanz einer strukturierten  IT-Governance in Unternehmen. COMPUTERWOCHE und SCHICKLER haben sich daher entschlossen, das Thema erneut aufzunehmen und durch die Analyse einen qualifizierten Diskussionsbeitrag zu leisten. Im Herbst 2008 führte die Schickler Unternehmensberatung in Kooperation mit der Computerwoche eine groß angelegte Befragung durch.

 

Zielsetzung

Die Studie soll Erfahrungen und Einschätzungen zu Einführung, Ausgestaltung und Nutzen einer  IT-Governance erheben und deren Kernelemente darstellen. Folgende Fragestellungen leiten diese Analyse:

  • Was erwarten Unternehmen von einer IT-Governance?
  • Was sind die wichtigsten Aspekte einer IT-Governance?
  • Wie ist die IT-Governance in die Unternehmensstrukturen eingebettet?

Untersuchung

Der Fragebogen basiert auf den praktischen Erfahrungen und Diskussionen, die die Schickler Unternehmensberatung im Rahmen verschiedener Projekte und Gespräche erworben hat.


Teilnehmer und Fragenkatalog

Für die Umfrage haben wir Entscheider auf Vorstands- / Geschäftsführungsebene bzw. IT-Leiter in 602 Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branchen aus Deutschland angeschrieben.
Die Unternehmen erhielten einen Katalog von 39 Fragen

  • zur Positionsbestimmung des Befragten,
  • mit allgemeinen Fragen zur IT-Governance,
  • nach dem Auftrag des Unternehmens an die IT,
  • zu IT-Strategie und Business Alignment,
  • zur Einbindung in die Organisation sowie
  • zu IT-Entscheidungen.


Gesamteinschätzung

Die Studie „IT-Governance - Wohin entwickelt sich die IT-Steuerung im Unternehmen“ zeigt deutlich, dass das Thema „IT-Governance“ Erklärungsbedarf hat und die Auffassungen über den Nutzwert und die Inhalte deutlich auseinander gehen.
Unternehmen, die bereits über eine dokumentierte IT-Governance verfügen und Unternehmen, die deren Einführung planen oder bereits betreiben, entwickeln eine erweiterte Sicht auf die Steuerung der IT und sehen in der Verbesserung der Unter-stützung der Geschäftstätigkeit durch IT sowie in der Klarheit über Rollen und Verantwortlichkeiten bei Fachbereichen und der IT den größten Nutzen.
Unternehmen ohne eine Initiative für eine IT-Governance schreiben dieser eher Aufgaben des operativen IT-Management zu und schätzen den weiteren zu erreichenden Nutzwert als gering ein.
Es zeigt sich, dass de facto in allen Unternehmen verschiedene Elemente einer IT-Governance angewendet werden, diese teilweise unter anderen Begrifflichkeiten geführt und/oder unzureichend in eine Gesamtsteuerung eingebettet sind. Die Einführung1 integriert die vorhandenen Elemente, passt an und ergänzt diese und schafft so ein pragmatisches Regelwerk zur gemeinsamen Steuerung der IT.
Das Ergebnis einer modernen IT-Governance ist, dass die wesentlichen IT-Entscheidungen unter enger Einbindung und Mitverantwortung der Fachbereiche nach klaren und vereinbarten Regeln getroffen werden und somit deren Mitverantwortung gesteigert und der Wertbeitrag der IT sowie ihr Wirkungsgrad in Bezug auf die Unternehmensziele erhöht wird.


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